Montag, 6. März 2017

Zendoodle Donuts mit Farbstiften

Donut im Skizzenbuch mit Farbstiften und Copic Ciao Blender



Farbstifte sind für viele Zeichner oft das Lieblings-Medium, da das Auftragen gut kontrollierbar ist und es sie in einer unüberschaubaren Fülle von Farbtönen gibt.

Dass gute Künstlerqualität wichtig ist, wurde schon tausendfach erwähnt. Da aber so viele tolle Zeichnungen mit günstigeren Stift-Qualitäten im Netz zu sehen sind, möchte ich mich nur für die einfachere Handhabung stark machen. Gute Farbstifte (ob öl- oder wachsbasiert) sind weich und farbstark und machen einfach Freude.

Und jetzt geht's los. Den Donut im Zentrum dieses (zirkellos) gezeichneten Mandalas zeige ich im Folgenden.



Donut-Mandala I in Pink, ca. 22 x 22 cm, Farbstift, Marker, Fineliner, im Skizzenbuch Zeta.

Damit ich richtig viel Platz für Farbe habe, male ich meinen Donut mit einem Grundkreis von ungefähr 5 - 6 cm, teile ihn in 8 leicht abgerundete Tortenstücke und kümmere mich um die Zendoodle-Muster erst, wenn er fertig gezeichnet ist.


Donut Vorzeichnung, die gepunktete Linie zeigt mir, wo ich stoppen muss, um den Lichtring freizulassen


Da ich mir die linke Seite im Skizzenbuch immer freihalte, um die Blender Pens von Farbresten zu säubern und bequem Farben und Muster ausprobieren zu können (was den Vorteil hat, dass man die verwendeten Farben und Marker immer in der Nähe der Zeichnung hat und auch später noch nachvollziehen kann), zeichne ich  mir passende Farbfolgen auf, bis ich eine tolle Kombination finde.


Beide Skizzenbuchseiten


Je nach Farbgruppe suche ich mir mindestens 5 bis 8 Farbstifte in aufeinander folgenden Farb- oder Tonwerten (Hell- und Dunkelwerten) heraus. Es können auch wesentlich mehr sein, aber ich mag es gern möglichst unkompliziert.
 
Farbwerte könnten z.B. von Rot über Orange bis Rosa führen:



Meine Auswahl Stifte für den Donut


Zur Info die Materialliste für den Donut:
Skizzenbuch Zeta von Stillman& Birn (satiniertes Aquarellpapier, 270 gr),
Copic Ciao Blender Pen,
Bleistift,
Marabu Fineliner Colour Graphix rot,

Farbstifte:
Deco Peach, Crimson Lake, Carmine Red, Henna (Prismacolor), Anthraquinone-Rose, Alizarin Crimson (Luminance), Salmon Pink (Pablo), Pompejanischrot (Polychromos)


Ansonsten was immer ihr zuhause habt. Satiniertes Aquarellpapier und glattes, schweres Zeichenpapier (z.B. Bristolkarton) sind meine absolute Empfehlung für Farbstifte.


Im Unterschied zu Aquarellkreiden und -stiften muss mit Farbstiften die Zeichnung komplett ausgeführt werden. Erst dann wird mit dem Blender vermalt und so das Pigment mit dem Papier verbunden.

 
Bezüglich 3D-Effekten und Lichtreflexen bedeutet das im Klartext, dass ich den Lichtring aussparen muss

 
Hier sind 3 Farb-Varianten des Donuts:

Donut-Beispiele in Rot, Grün und Blau



Diese aufeinanderfolgenden Tonwerte oder Farben teile ich in zwei Serien ein, um jeweils 4 der 8 Kreissegmente der Donuts oder Taler/Münzen (ohne Mittelloch) verschieden auszufüllen. Jedes zweite von Hell nach Dunkel und die dazwischen liegenden von Dunkel nach Hell.
 
Wenn man sie trotzdem recht ähnlich ausmalt, wirkt es am schönsten.
 
Zur Info:
Auch Edelstein-Donuts plane ich auf diese Weise. Ich suche die Farben aus, die ich auf der Vorlage sehe und probiere die Farbfolgen und Übergänge auf der linken Seite oder einem Beiblatt aus.
 
Hier ein Malachit-Donut:
 
Malachit-Donut
Auch bei Edelstein-Donuts in Farbstift sollte dass Licht entsprechend ausgespart werden
 
 
Vorgehensweise:
 
Farbverläufe aufmalen, kurz vor dem Lichtring den Druck vermindern, einige Millimeter frei lassen und nach dem Lichtring wieder mit ganz leichtem Druck beginnen, steigern und Farbverlauf bis zum Rand bringen. Erst wenn alle 8 Verläufe gezeichnet sind, wird mit dem Blender vermalt. Ich benutze den alkoholbasierten Copic Ciao Blender Pen, weil dieser eine flexible und weiche Pinselspitze hat. Nehmt, was immer ihr am liebsten mögt.
 
Toll für Farbverläufe von Farbe nach Weiß finde ich ich auch die Prismacolor farblosen Blenderstifte, wobei man auch diese immer wieder von Farbresten säubern sollte, um keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. Weißes Papier lässt sich bei Farbstiftaufträgen nur schwer wieder herstellen.
 


Vermalen mit dem Blender-Pen

Am Schluss ziehe ich mit dem Fineliner die Linien nach, in diesem Fall hat mir rot am besten gefallen, weil der Plan ein Donut-Mandala in Rot-, Pink- und Lilatönen war.
 
Hier noch eine Nahaufnahme des Donuts im fertigen Mandala:

Close-Up vom fertigen Donut

Um den 3D-Effekt zu steigern, habe ich die Außen- und Innenränder der jeweiligen dunklen Partien weiter abgedunkelt. Da es mir mit Henna allein zu braun geworden ist (siehe oben), bin ich nochmals mit Alizarin über die Kanten gegangen.

Tipp: Ein kleiner Edelstein in der Mitte verleiht auch den Donuts Glanz und Gloria.

Das war's auch schon.

Hier ist der Link zum Youtube-Video, in dem ich die Arbeitsschritte zeige. Viel Spaß beim Zuschauen



Bis zum nächsten Post wünsche ich euch eine kreative Zeit.

Eure Susanne



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen